25. Januar 2008
Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank und Bertrand Piccard, Präsident und Projektinitiator von Solar Impulse.
Bertrand Piccard sieht die Fakten nüchtern: Angesichts der vorliegenden Daten zum Klimawandel ist es höchste Zeit, radikal umzudenken. „Das Verrückte ist nicht, ein Flugzeug zu bauen, das ohne einen Tropfen Treibstoff fliegt, sondern weiterhin daran zu glauben, dass unsere Zivilisation überleben kann, wenn sie eine Million Tonnen Öl pro Stunde verbraucht.“ Piccard, Initiator und Präsident von Solar Impulse, entwickelt mit Unterstützung der Deutschen Bank ein Flugzeug, das ganz ohne Schadstoffausstoß um die Welt fliegen soll – angetrieben ausschließlich von Solarenergie.
Am vergangenen Freitagabend brachte Bertrand Piccard auf Einladung der Deutschen Bank seine Vision nach Davos. Im Sinne des diesjährigen Mottos des Weltwirtschaftsforums „Die Kraft der gemeinschaftlichen Innovation“ legte er dar, wie ein partnerschaftlicher Ansatz den Weg zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen weisen kann.
„Ich halte „Die Kraft der gemeinschaftlichen Innovation“ für ein gutes Motto, denn es erfasst den Geist, mit dem wir uns den kommenden Herausforderungen stellen müssen. Gleichzeitig ist es ein perfekter Leitgedanke für unsere Zusammenarbeit mit Solar Impulse – ein Projekt, das neue Horizonte eröffnet“ sagte Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, vor 300 internationalen Gästen des Deutsche Bank Empfangs.
Das Flugzeug von Solar Impulse wird die Spannweite eines Airbus A380 haben, aber aussehen wie ein Segelflieger. Dank technologischer Innovationen soll das Solarflugzeug sogar nachts in der Luft bleiben: extrem leichte Lithiumbatterien speichern während des Tages Sonnenenergie für den Flug durch die Dunkelheit. Seine Tragflächen werden mit 250 m² Solarzellen bedeckt sein. 2011 will Solar Impulse mit seinem Solarflieger die Erde umrunden – mit einem Zwischenhalt auf jedem Kontinent, um nach jeweils fünf Tagen non-stop Flug den Piloten zu wechseln. Mit diesem Projekt werden die Grenzen des Machbaren in jeder Hinsicht neu definiert.
Für ein solches Unterfangen braucht man zweierlei: Pioniergeist und beträchtliche finanzielle Investitionen. Das Projekt verkörpere „in greifbarer, phantasievoller Weise das gesamte Umweltengagement der Deutschen Bank“ und ihr klares Bekenntnis zu verantwortungsvollem Fortschritt, erläuterte Dr. Josef Ackermann das Engagement als Hauptpartner von Solar Impulse. „Im Sinne unserer gesellschaftlichen Verantwortung steuern wir jedoch mehr bei als Geld. Wir stellen unser Know-how für ein effizientes Nachhaltigkeits-Management ebenso zur Verfügung wie unser weltweites Netzwerk.“
Dabei ist sich die Deutsche Bank der immensen Potenziale und Chancen bewusst, die der Markt für erneuerbare Energien bietet. Sie unterstützt Wind- und Solarenergieprojekte, finanziert Unternehmen, die sich auf grüne Technologien spezialisieren, und entwickelt für ihre Kunden innovative Anlageprodukte, die ökologisch-soziale Verantwortung mit interessanten Renditechancen verbinden. So sind Solar Impulse und die Deutsche Bank ein perfektes Team: mit dem klaren Ziel, durch Innovation neue Standards zu setzen, teilen beide ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung und glauben an Höchstleistung aus Leidenschaft – als nachhaltige Investition in die Zukunft.
Das alljährliche Treffen des World Economic Forum in Davos ist seit über drei Jahrzehnten ein Spiegel wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen auf unserem Globus. Bis Sonntag diskutierten rund 2500 Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft Lösungsansätze für die wichtigsten Anforderungen der Zukunft – auch die Deutsche Bank brachte ihre Expertise ein: als weltweiter Anbieter von innovativen Finanzlösungen und Förderer von nachhaltigen Entwicklungen, der um „Die Kraft der gemeinsamen Innovation“ weiß.